Bericht 27.02.2022

Da wir uns so langsam der Einsendung unseres CanSats zur Startkampagne nähern, ging es am vergangenen Samstag mit der Fertigstellung der Sonde weiter. Erstmals konnten wir das Pumpsystem, für das uns nun endlich alle Komponenten zur Verfügung standen vollständig in einen Probedruck unserer Struktur einbauen. Dadurch ist uns an einigen Stellen Optimierungsbedarf an der Außenhülle aufgefallen, was während der Planung im CAD-Modell nicht möglich gewesen wäre, da die Maße einzelner Bauteile in der Realität oftmals vom angegebenen ideal Wert abweichen. Zudem ließ sich die Schlauchführung des Pumpsystems nur schlecht vorausplanen, da wir die Schläuche im Inneren stark biegen müssen, ohne dass diese knicken und so den Innendurchmesser verkleinern. Dabei zeigten sich deutliche Platzprobleme im Inneren. Besonders an Stellen an denen sich Kabelmanagement und Pumpsystem queren, mussten wir einige Zeit herumprobieren, um alles unterzubringen. Die gesammelten Erkenntnisse können wir nun zur Konstruktion einer weiteren und womöglich finalen Version unserer Struktur nutzen.

Die Abbildung zeigt das Pumpsystem im Inneren der dafür vorgesehenen Segmente unserer Struktur. Die oberste Ebene in der sich eine Halterung für die Pumpe befindet, sowie die drei Gewindestangen zur Verbindung aller Segmente, wurden für eine bessere Übersichtlichkeit weggelassen.

Zu sehen sind die drei Zwei-Wege-Ventile (dunkelblau und weiß) und die darüber liegende Pumpe (schwarz und grau). An der orangenen Außenhülle sind am Rand drei durchsichtige Gassammelbeutel zu erkennen.

Des Weiteren stellten wir die Fallschirme für 11 m/s und 15 m/s Fallgeschwindigkeit fertig, bei denen bis lang noch die Befestigung vom Schirm an der Sonde über acht Nylon-Schnüre gefehlt hatte. Dabei verwendeten wir ein Feuerzeug, um diese unter Hitze an den Knotenpunkten miteinander zu verschmelzen.

Auch an der Elektronik unseres CanSats konnten wir weiter arbeiten. Zunächst bestückten wir dafür die industriell gefertigte Platine, die wir von Tesat erhalten hatten, indem wir den Arduino, Steckverbindungen und andere Bauteile auflöteten. Die Funktionalität überprüften wir dann einzeln, indem wir alle Sensoren und andere Komponenten über die Platine mit dem Arduino verknüpften und unsere Testprogramme ausführten. Dabei tauchten zum Glück keine Probleme auf.

In der Abbildung ist unsere fertige Platine mit aufgelötetem Arduino zu sehen.
Einige unserer Komponenten sind zum Test über provisorische Steckverbindungen angeschlossen
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An den richtigen Kabelverbindungen arbeiten wir bereits, um eine sichere Verbindung zwischen den Sensoren und unserer Platine gewährleisten zu können.

de_DEDeutsch